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Richtig zitieren

Warum zitieren?

Während der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit gelangen Sie mit Hilfe anderer Publikationen, z.B. Bücher und Zeitschriftenaufsätze, zu vertiefenden Informationen zu Ihrem Bearbeitungsthema. Sie setzen sich mit Ideen, Argumentationen und Ergebnissen anderer Autor*innen auseinander und kommen dadurch zu eigenen Ansichten oder gehen konform mit anderen.

Um Plagiate zu vermeiden und die gute wissenschaftlichen Praxis zu wahren ist es zwingend notwendig, Wortphrasen, Ideen, Argumentationen, Ergebnisse und Textstrukturen etc. anderer Autor*innen von Ihren eigenen Ideen abzugrenzen.

  • Plagiieren bedeutet geistiger Diebstahl und ist ein wissenschaftliches Fehlverhalten, welches Konsequenzen nach sich zieht, z.B. die Aberkennung von Hochschulabschlüssen.
  • Zur Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis gehören unter anderem die Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit der eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die Abtrennung der eigenen Leistungen gegenüber Fremdleistungen. Beide Vorgaben werden durch korrektes Zitieren gewährleistet.
  • Unter bestimmen gesetzlichen Voraussetzungen, sogenannten Schrankenregelungen (§ 51 UrhG - Zitate und § 63 UrhG - Quellenangabe), ist die Verwendung von durch das Urheberrecht geschützten Werken (§ 2 UrhG) erlaubt. Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst mit einem gewissen geistigen Schöpfungsniveau dürfen im Rahmen eines Zitats verwendet werden. Dabei ist die Quelle deutlich zu kennzeichnen.
  • Durch andere zitiert zu werden, bedeutet Anerkennung unter Wissenschaftler*innen für ihre geleistete Forschungsarbeit.

Grundlagen

Mit dem Begriff „Zitieren“ ist gemeint, dass die Verwendung des geistigen Eigentums anderer Autor*innen innerhalb der eigenen wissenschaftlichen Arbeit direkt im Fließtext gekennzeichnet wird. Am Ende der Arbeit führen Sie alle Quellen in einem Literaturverzeichnis auf.

Es gibt zwei Arten von Zitaten:

Direktes Zitat: Übernahme einer Textpassage „Wort für Wort“ wie im Vorlagetext enthalten, eingefasst in Anführungszeichen („...“).

Indirektes Zitat:  Wiedergabe einer Textpassage mit eigenen (!) Worten.

Richtig zitieren bedeutet neben der Kennzeichnung der Zitate und Angabe der Quellen die Verwendung eines einheitlichen Zitationsstils in der gesamten wissenschaftlichen Arbeit. Literaturverwaltungsprogramme bieten dafür die geeignete Lösung. Mit Hilfe dieser Programme können Sie von Anfang an Ihre Literatur einfach verwalten, übersichtlich organisieren, editieren sowie Zitate und Literaturquellen nach Ihrem gewählten Zitationsstil ausgeben.

Je nach Fachrichtung werden unterschiedliche Zitationsstile verwendet. Häufig wird nach der sogenannten Harvard-Methode zitiert. Ein bekannter Zitationsstil, der diese Zitiermethode verwendet ist der APA-Zitationsstil der American Psychological Association. Im Bereich der STM-Fächer werden meistens andere Zitationsstile verwendet, z.B. IEEE-Stil des Institute of Electrical and Electronics Engineers).

Zu Ihrer Sicherheit halten Sie in Bezug auf den zu verwendenden Zitationsstil Rücksprache mit Ihrem/Ihrer Betreuer*in.

Tipps und Tricks zum richtigen Zitieren

Do

  • Kennzeichnen Sie alles, was nicht von Ihnen selbst stammt: Wortphrasen, Ideen, Argumentationen, Strukturen. Ausgenommen ist Allgemein- und fachliches Grundlagenwissen.
  • Zitieren Sie nur, was Sie selbst gelesen und geprüft haben.
  • Die verwendeten Quellen müssen wieder auffindbar sein, damit wird Ihre Argumentation nachvollziehbar und überprüfbar.
  • Fassen Sie alle verwendeten Literaturangaben in einem Quellenverzeichnis zusammen.
  • Bleiben Sie bei einem einheitlichen Zitierstil. Erfragen Sie dazu die formalen Vorgaben bei Ihrem/Ihrer Betreuer*in.

Don't

  • Zitieren Sie nichts, was Sie nicht verstehen.
  • Verdrehen Sie nicht den Sinn Ihrer Aussage durch das Auslassen von Text. Dies ist besonders wichtig bei einem direkten Zitat. Textauslassungen kennzeichnen Sie mit drei Punkten in eckiger Klammer ([...])
  • Auch indirekte Zitate müssen sinngemäß wiedergegeben werden.
  • Vermeiden Sie Sekundärzitate, sogenannte „Zitate aus zweiter Hand“. Prüfen Sie die Originalquelle falls möglich.

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